V Genesis Patent 1 - 7   (Deutscher Katholikentag Ulm, 2004)
Als Sohn eines Tierarztes kennt Nikolaus Mohr das Leben und den Tod. Und er kennt viele naturkundliche Sammlungen und Präparate. Selbst legt er die von den Hauskatzen heimgebrachten Mauskadaver in Paraffin oder eine Formaldehydlösung und verschließt das Glas luftdicht.  Die Fragen, wie verändert, wie entwickelt, wie entfaltet sich Leben?, wie sieht die vom Menschen selbst geschaffene neue Art des Menschen aus?, was wird daraus, wenn sich der Mensch selbst zum Schöpfer neuen Lebens macht?, beantwortet Mohr mit Präparaten für den Katholikentag 2004 in Ulm: „Genesis Patent 1 – 7“. Eine Stufe in der evolutiven Entwicklung des nach dem Bild des Menschen geschaffenen neuen Wesens ist die in Paraffin und Vitriol eingelegte Puppe, der Kaulquappen gleich ein Ruderschwanz wächst. Eine ernsthafte, augenzwinkernde Beschäftigung mit der Frage: was kann, was darf der Mensch, was wird aus ihm?
Dr. Engelbert Paulus, aus: Kunst zwischen Schaffen und Gabe in Ad multos annos Kunstverlag Fink, Lindenberg ISBN 978-3-89870-890-6